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Retail
02.10.2017

Entschleunigt: H&M setzt mit dem neuen Label Arket auf bewusstes Einkaufen

Entschleunigt: H&M setzt mit dem neuen Label Arket auf bewusstes Einkaufen

Am 25. August öffnete der erste Arket-Store an der Londoner Regent Street seine Türen und parallel seinen Onlinehandel. Die Strategie des neuesten Zuwachs in der H&M-Familie erinnert an jene der zurzeit gefeierten Conceptstores. Nebst Kleidung werden auch Produkte fürs Heim, Spielzeug und Lebensmittel angeboten.

Die Fast-Fashion-Industrie wird immer mehr hinterfragt, die Concept-Stores schiessen wie Pilze aus dem Boden und Begriffe wie Nachhaltigkeit sowie Fair-Trade sind aus unserem Wortschatz nicht mehr wegzudenken. H&M reagiert mit ihrem neuen Label Arket auf diese Gegenbewegung. Das siebte Konzept des schwedischen Konzerns soll laut eigenen Aussagen ein moderner Marktplatz für Frauen, Männer und Kinder sein. Insgesamt 50 Fremdmarken wurden in das Sortiment integriert, die meisten davon in Homewear, Accessoires, Spielzeug und Papeterie. Zudem werden die Stores um einen gastronomischen Komponenten erweitert. Im Café kommen die Kunden in den Genuss von gesundem Essen der «New Nordic Cusinie». Was die Mode angeht setzt Arket auf zeitlose Klassiker aus nachhaltigen Materialien, die länger im Angebot stehen können als nur eine Saison. Jedes Arket-Produkt ist mit einer gut sichtbaren neunstelligen Nummer gekennzeichnet, einer «Artet ID». Diese gibt Auskunft darüber, wo und aus welchen Materialien das Teil gefertigt wurde und ob es Vor- bzw Nachfolgemodelle gibt. Sieht ganz so aus, als ob die neue Strategie dort startet, wo die alte an ihre Grenzen gestossen ist.

Leila Alder